Solln

Das früher eigenständige Dorf Solln wurde 1938 eingemeindet. Damals bestand es gerade einmal aus 4.600 Einwohnern. In der Zwischenzeit hat sich Solln zum südlichsten Stadtviertel mit über 20.230 Einwohnern gewandelt. Der denkmalgeschützte alte Dorfkern zeugt bis heute von der Historie des Orts.

Seine Bebauung mit Einfamilienhäusern und Villen verleiht Alt-Solln einen unverwechselbaren Gartenstadtcharakter. Noch beliebter als die moderne Parkstadt sind das Villenviertel Prinz-Ludwigs-Höhe und das Villenviertel Solln. Hier gehen stadtnahes Wohnen und Leben im Grünen eine perfekte Symbiose ein.

Das Wohnprojekt ist nach dem Maler Carl von Marr (1858-1936) benannt. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts genoss der Künstler internationale Anerkennung: 1893 erhielt der Sohn eines nach Milwaukee ausgewanderten Deutschen einen Ruf an die Königliche Akademie der Bildenden Künste in München. Dort lehrte er bis 1924 als Professor für Malerei. 1909 wurde er in den Adelsstand erhoben, drei Jahre später zum Ritter geschlagen. Der Titel des „Geheimen Hofrats“ brachte ihm 1917 nicht nur Ehre ein. Denn aufgrund seiner Beziehungen zur bayerischen und böhmischen Regierung wurde der Maler in die ersten bolschewistischen Aufstände verwickelt. Als ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wurde, floh er in die Schweiz. Erst 1919 konnte er nach München zurückkehren und wurde als Direktor „seiner“ Akademie eingesetzt. Während seiner Münchner Zeit wohnte Carl von Marr in Solln, und auch seine letzte Ruhestätte hat er dort gefunden.

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